Methoden und Tools in der Beratung
für Abonnenten
Tools sind ein Gerüst zum Strukturieren von Gedanken und Kommunikation
Tools sind nicht die Lösung, sondern Maßnahmen zur Einsparung von Zeit und Steigerung der Effizienz
Tools und Methoden standardisieren das Vorgehen, nicht das Ergebnis; so wie zwei gleiche Pinsel nicht automatisch das gleiche Gemälde produzieren.
Um optimalen Nutzen und Wirkungsgrad von Tools und Methoden zu erhalten, sollten diese in eine Überstruktur eingereiht werden – der Problemlösungsprozess eignet sich dafür sehr gut.
Tools und Methoden werden oft zu standardisierten Beratungsprodukten umgewandelt und dann entsprechend vermarktet und geschützt.
Beratungstools werden von Beratern oft mit Skepsis betrachtet
Beratungen tendieren zu einer gewissen "Geheimniskrämerei" um ihren Methoden-Werkzeugkasten – entweder wegen dessen Existenz oder dessen Unvollständigkeit.
Schon in der Schule lernen wir: "das Rad nicht neu erfinden" – denn nur wenige Problem in der Geschäftswelt sind wirklich einmalig und verlangen eine komplett neuartige Lösung. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich nicht vor uns schon jemand mit einer Situation und der entsprechenden Lösung beschäftigt hat, ist gering. Trotzdem entsteht manchmal der Eindruck, dass jede Beratungsleistung eine einmalige und einzigartige Lösung ist. Zumindest wird sie gerne so präsentiert und verkauft. Die Rechtfertigung und Existenzberechtigung der Beratung und ihrer Beratungsleistung spielt hierbei eine verständlicherweise wichtige Rolle.
Was sind also die Vorteile für den Einsatz von Tools und Methoden und wo zeigen sich Grenzen für deren Anwendung?
Die typischen, bekannten Kritikpunkte an Tools und Methoden sind:
Standard Tools führen zu Standardlösungen für die Kunden und Kunden wünschen sich eine auf sie abgestimmte Lösung.
Standardisierte Vorgehensweisen und Tools machen die Beratungsleistung zu transparent und vergleichbar, und dies erschwert u.a. die Rechtfertigung hoher Tagessätze.
Es gibt keine wissenschaftlich fundierte, akademische Ausbildung für die Beratungstätigkeit (im Vergleich zu den ingenieurwissenschaftlichen Berufsgruppen) und somit auch keine anerkannte Vorgehensweise für die Berufsgruppe der Berater.
Viele Beratungen haben ein breites Portfolio an Akademikern, die auf den gleichen Projekten zusammenarbeiten: vom Theologen, Philosophen bis hin zum Chemiker und Luft- und Raumfahrtingenieur. Die Ausbildung alleine kann also für den Erfolg des Projektes nicht ausschlaggebend sein.
